Stellungnahme zur angestrebten Volksinitiative “Kopfbedeckungsverbot an Walliser Schulen“

Die FIDS beobachtet den Vorstoss der kantonalen SVP von dieser Woche mit Interesse und Verwunderung. Gemäss Sandro Fuchs richtet sich das Verbot in erster Linie gegen muslimische Mädchen.

Eine solche Initiative greift zweifellos in die staatlich garantierte Religionsfreiheit ein. Es obliegt nicht Vertretern von politischen Parteien zu bestimmen, was in welcher Religion Pflicht und was nur wünschenswert sei. Der aktuelle Hype um das sogenannte Burkaverbot darf nicht dazu missbraucht werden, das Tragen des einfachen Kopftuches gleich auch noch mit zu verbieten.

Wir schätzen die besonnene Antwort der Regierung und aller anderen politischen Parteien, die diesen Vorschlag für unzulässig erklärt haben. Neue und inexistente Probleme heraufzubeschwören mögen zwar dem politischen Stimmenfang dienen, doch ethisch vertreten lässt sich diese Art von Politik niemals. Deshalb unterstützen wir die vernünftige Herangehensweise aller anderen Parteien um den religiösen Frieden in der Gesellschaft nicht weiter zu torpedieren.

FIDS Media