Nichts wünschen sich die Menschen mehr als eine Welt in Frieden und Harmonie. Krieg und Leid kennt nämlich keine Rasse, Religion oder Ethnie. Dies ist einer der Gründe, warum wir für die Menschenrechte eintreten, die für alle gelten sollten. Wir sprechen den Angehörigen und Hinterbliebenen in Israel und im zerbombten Gaza unser Beileid und Mitgefühl aus. Wir wünschen den betroffenen Menschen viel Kraft und Ausdauer, und hoffen, dass ausnahmslos alle zivilen Geiseln auf beiden Seiten wohlauf sind und baldmöglichst freikommen werden. Wir hoffen, dass die Vernunft aller Parteien die Freilassungen ermöglichen werden.

Eine Waffenruhe ist nicht ausreichend

Wir möchten zudem inmitten der andauernden und sehr angespannten Lage dringlich an unsere Entscheidungsträger appellieren, über die kurzfristigen Waffenruhen hinaus mit allen Mitteln den dringend benötigten dauerhaften Waffenstillstand zu erwirken. Es ist zudem nicht akzeptabel, dass die eingekesselte Zivilbevölkerung in Gaza in drei Gruppen eingeteilt wird. Denn mithilfe der Etikettierung in Terroristen, Sympathisanten von Terroristen und menschliche Schutzschilider wird faktisch die gesamte Zivilbevölkerung zum legitimen Ziel der israelischen Kriegsführung. In diesem Fall gibt es kein Entkommen für niemanden im Gazastreifen. Das eigentliche Leid und der Bedarf nach dem Existenziellen der Unschuldigen wird damit verharmlost. Ausserdem werden die während der Waffenpause in die Region eingeführten Lebensmittel und medizinischen Mittel diesen Bedarf bei Weitem nicht decken können.

Um das grosse Leid der der Kinder in Gaza zu lindern, schliessen wir uns den UN-Organisationen, den Regierungen und den unabhängigen NGO’s an, die einen dauerhaften und umfassenden Waffenstillstand fordern. Dem Schweizer Humanismus verpflichtend, glauben wir an die Kraft des Wortes und der Diplomatie und sind gegen Gewalt. Die Menschen verdienen einen kompromisslosen Schutz und dürfen nicht zu reinen Opferzahlen verkommen. Jedes einzelne Leben ist wertvoller als alle politischen und religiösen Überlegungen oder Handlungen eines jeden Staatschefs.

Die FIDS beobachtet zudem die aktuellen Spannungen mit Sorge und setzt sich entschieden gegen Antisemitismus bzw. Muslimfeindlichkeit ein und verurteilt jegliche Diskriminierungen dieser Gemeinschaften. Der religiöse Frieden und die gegenseitige Akzeptanz bleiben ein hohes Gut und
werden permanent gefördert.

Links:

Israel und die besetzten Gebiete: Das entsetzliche Leid der Zivilbevölkerung muss ein Ende nehmen | Internationales Komitee vom Roten Kreuz (icrc.org)

https://www.unrwa.org/resources/reports/unrwa-situation-report-40-situation-gaza-strip-and-west-bank-including-east-Jerusalem

https://www.emro.who.int/media/news/unfpa-unicef-and-who-regional-directors-call-for-immediate-action-to-halt-attacks-on-health-care-in-gaza.html

https://www.emro.who.int/media/news/joint-un-mission-transfers-critical-patients-from-al-shifa-hospital-in-gaza-under-intense-fighting.html

https://www.amnesty.ch/de/laender/naher-osten-nordafrika/israel-besetzte-gebiete

FIDS, 28.11.2023


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