Wann hören diese Anschuldigungen endlich auf?

Die Aargauer Zeitung publizierte kürzlich eine Stellungnahme von Frau Keller Messahli, worin wiederum Rundumschläge gegenüber islamischen Neubauten platziert wurden. In diesem Fall hauptsächlich gegen das neu entstehende Kulturzentrum «Tulipan» in Reinach. Diese Anschuldigungen wurden sowohl in einem Beitrag von Dr. Andreas Tunger-Zanetti in derselben Zeitung widerlegt, als auch vom Kulturzentrum selber am 10. Juni berichtigt.

Die Aargauer Zeitung publizierte kürzlich eine Stellungnahme von Frau Keller Messahli, worin wiederum Rundumschläge gegenüber islamischen Neubauten platziert wurden. In diesem Fall hauptsächlich gegen das neu entstehende Kulturzentrum «Tulipan» in Reinach. Diese Anschuldigungen wurden sowohl in einem Beitrag von Dr. Andreas Tunger-Zanetti in derselben Zeitung widerlegt, als auch vom Kulturzentrum selber am 10. Juni berichtigt.

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FIDS arbeitet an Schutzkonzept für Moscheen

Mitteilung der FIDS:

Hinsichtlich der vom Bundesrat kürzlich erteilten Lockerungen zur Coronakrise hat der Vorstand der FIDS seit einiger Zeit an einem Schutzkonzept anlässlich der Moscheeöffnungen gearbeitet. Dieses Schutzkonzept wurde von diversen medizinischen und religiösen Fachpersonen mitgestaltet und wird in Kürze dem Bundesrat und dem BAG zur Prüfung vorgelegt. Sobald wir eine positive Rückmeldung erhalten haben, wird dieses Schutzkonzept den Vereinen und Moscheen zugänglich gemacht. In der Hoffnung auf eine baldige Öffnung der Moscheen mit gleichzeitigem Schutz aller Besucher, wünschen wir Ihnen weiterhin eine gesegnete Ramadanzeit.

Der FIDS Vorstand

En ce qui concerne l’assouplissement récemment accordé par le Conseil fédéral sur la crise du Corona, le conseil de la FOIS travaille depuis un certain temps sur un concept de protection à l’occasion des ouvertures de mosquées. Ce concept de protection a été conçu conjointement par différents conseillers médicaux et religieux et sera bientôt soumis à l’examen du Conseil fédéral et de l’OFSP. Dès que nous aurons reçu des réactions positives, ce concept de protection sera mis à la disposition des associations et des mosquées. Dans l’espoir que les mosquées seront bientôt ouvertes et que tous les visiteurs seront protégés en même temps, nous vous souhaitons de continuer à recevoir des bénédictions pendant le Ramadan.

Le conseil de la FOIS

Nationaler Aktionsplan gegen Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus: Umsetzung des Impulsprogramms – Fortführung

„Der Bund unterstützt im Rahmen der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans (NAP) Projekte von Kantonen, Gemeinden, Städten und der Zivilgesellschaft mit einem Impulsprogramm. Er setzt dafür während fünf Jahren fünf Millionen Franken ein. Die ersten Projekte, insgesamt neun, wurden 2019 finanziert. In diesem Jahr erhalten sechzehn Projekte eine Finanzierung im Rahmen des Impulsprogramms. Die Anträge zur finanziellen Unterstützung von Projekten, die 2021 umgesetzt werden sollen, können ab dem 1. April 2020 eingereicht werden.“

Lesen Sie die ganze Medienmitteilung auf admin.ch, vom 28. Feb. 2020

Stellungnahme zur Burkainitiative

Die FIDS unterstützt die Position des Bundesrates, des Nationalrates und des Ständerates, ein allfälliges Burkaverbot nicht in der Verfassung festschreiben zu wollen.

Symbolpolitische Abstimmungen gegen eine religiöse Minderheit für kaum existierende Kleiderpraktiken sind eindeutig nicht zielführend für das friedliche, gesellschaftliche Zusammenleben. Dennoch sollten gewisse Regeln geklärt werden. Es sollte z.B. strafbar sein eine Frau unter die Burka zu zwingen.  Es wäre auch zwingend, dass sich Personen bei Polizei-, Gemeinde- oder Passbelangen eindeutig zu erkennen geben.

Die FIDS befürwortet grundsätzlich die freie Entfaltung jedes Individuums. Die Gleichstellung von Mann und Frau oder von verschiedenen Religionsangehörigen kommt mit einer freien Wahl der Kleidergarderobe einher. In unserer entsprechend liberalen, schweizerischen Gesellschaft sind deshalb Kleidervorschriften in der Verfassung fehl am Platz. Es hat etliche Jahrzehnte gebraucht bis sich die  liberale  Gesellschaftsordnung in der Schweiz etabliert hat, daher wären verfassungsmässige Kleiderverbote ein grosser Schritt rückwärts. Weiterlesen

Über Freiheit und Pouletfriteusen

Nach den besinnlichen Festttagen Eid-ul-Adha äussert sich der Mediensprecher der FIDS, Herr Pascal Gemperli erneut zu einem Thema, welchem eine viel zu grosse Beachtung in der breiten Öffentlichkeit eingeräumt wird.

 

„Am 8. August 2019 erschien unter dem Titel «Wohin soll das denn noch führen?»[1] ein Artikel bezüglich Fleischzubereitung in der Zeitschrift 20 Minuten. Es ging um die Zubereitung von Poulet-und Schweinefleisch in derselben Friteuse und die muslimische Sichtweise diesbezüglich. Ich konnte in dem Artikel kurz Stellung beziehen und wurde danach gebeten meine Aussagen auszuführen.

Es ist ermüdend im Jahr 2019 von Schweizer Medien weiterhin zu solchen Banalitäten befragt zu werden. Anstatt über das friedliche Zusammenleben oder den Islam als Weltreligion mit seinen Facetten und Beiträgen zur Menschheit diskutieren wir weiterhin auf dem Niveau von Pouletfriteusen.

Bezüglich der Erarbeitung und Publikation von islamischen Positionen bin ich persönlich der Meinung, dass wir uns als grösster Dachverband der Muslime in der Schweiz, der nahezu alle islamischen Strömungen vertritt, beschränken sollten auf solche die wir entweder selber als relevant und wichtig erachten, oder jene, die über Gesellschaft und Politik seriös an uns heran getragen werden, Pouletfleisch in der Migrosfriteuse gehört nicht dazu.

Aus oben genannten Gründen war ich der Meinung, dass wir gegenüber 20 Minuten keine islamische Regelung zum genannten Thema abgeben sollten, es gibt hier schlicht und einfach nichts zu berichten.

Konkret können wir festhalten, dass die grosse Mehrheit der praktizierenden Muslime ein zusammen mit Schweinefleisch fritiertes Fleisch nicht konsumieren würde, mich inklusive. Dies wäre sicherlich auch die Position der FIDS, wobei ich persönlich keine Ressourcen aufwenden würde um eine offizielle Pouletfriteusenposition zu erarbeiten.

Wir empfinden es als grundlegende Freiheit jeder und jedes Schweizer Bürgers über seine Ernährung selbständig und ohne Rechtfertigungsdruck entscheiden zu können, seien die Beweggründe nun religiöser oder anderweitiger Natur, dies gilt auch z.B. für Vegetarier, Veganer, Diäten, etc.

Pascal Gemperli“

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[1] https://www.20min.ch/schweiz/ostschweiz/story/-Wohin-soll-das-denn-noch-fuehren—20407020

FIDS Stellungnahme 23.04.2019: Fassungslosigkeit über die grausamen Terrorattacken in Sri Lanka/ Prise de position de la FOIS 23.04.2019: Incrédulité vis-à-vis des horribles attaques terroristes au Sri Lanka

Mit tiefer Trauer und Bestürzung haben wir von den terroristischen Attentaten in Sri Lanka auf Kirchen und Hotels erfahren, welche die ganze Welt während einer so besinnlichen Zeit erschüttert haben. Wieder einmal wurden Menschen innert so kurzer Zeit Zielscheibe von Hass und Grausamkeit.

Diese durch Gefühllosigkeit, Unverstand und Feigheit beherrschte Tat, die Menschen bei der Ausübung ihrer Gebete trifft, kann durch keine Religion begründet werden. Wir verurteilen diese Attentate aufs Schärfste.

Unser aufrichtiges Beileid geht an die Familienangehörigen der unschuldigen Opfer, unseren betroffenen Mitbürgern und deren Angehörigen. Den Verletzten wünschen wir eine schnelle Genesung und viel Kraft während dieser hochtraumatischen Zeit. Auch der katholischen und evangelischen Kirche in der Schweiz möchten wir hiermit unser tief empfundenes Beileid aussprechen.

FIDS Media

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Prise de position de la FOIS 23.04.2019

Incrédulité vis-à-vis des horribles attaques terroristes au Sri Lanka

C’est avec consternation et une profonde tristesse que nous avons découvert la nouvelle des attentats terroristes sur des églises et hôtels au Sri Lanka, qui ont ébranlé le monde entier durant une telle période de recueillement. Une fois encore des êtres humains ont été en si peu de temps la cible de la haine et de la cruauté.

Cet acte mû par l’insensibilité, la folie et la lâcheté, qui atteint des personnes durant la pratique de leurs prières, ne peut être justifié par aucune religion. Nous condamnons sévèrement ces attentats.

Nos sincères condoléances vont aux membres des familles des victimes innocentes, nos compatriotes touchés et leurs proches. Nous souhaitons aux blessés un prompt rétablissement et beaucoup de force durant cette période hautement traumatique. Nous aimerions par la présente exprimer également à l’Eglise catholique de Suisse notre sympathie la plus profonde.

FOIS Media

 

 

FIDS Mitteilung zum Brand an Notre Dame

Wenn ein Feuer ein so grosses religiöses und kulturelles Wahrzeichen einer Stadt wie Paris zerstört, geht zwangsläufig auch eine mehrere jahrhundertealte Geschichte verloren. Dazu kommt ein grosser Schmerz über den unersetzlich hohen immateriellen Wert dieses Wahrzeichens.    

Die FIDS spricht allen katholischen Glaubensangehörigen und der ganzen französischen Bevölkerung ihr Bedauern über dieses unsägliche Feuer aus und hofft, dass mit der Erneuerung schon bald wieder begonnen werden kann. 

FIDS Media, media@fids.ch