Stadträtin geht wegen Kopftuch nicht an Sitzung

„In Genf ist Beamten und Politikern das Tragen religiöser Symbole neu verboten. Darum nahm Sabine Tiguemounine nicht an einer Sitzung teil. Die 48-Jährige sagt: «Ich respektiere die demokratischen Regeln, aber ich glaube, dass dieser Artikel des Gesetzes gegen das höhere Recht verstösst.»“

 

Lesen Sie den Beitrag dazu auf 20min.ch, vom 13. März 2019

Veröffentlicht unter NEWS

Neuigkeiten von der letzten FIDS Generalversammlung am 03. März 2019

Die jährliche Generalversammlung der FIDS wurde am 03. März 2019 unter Teilnahme der Delegierten der angeschlossenen Dachverbände in Olten abgehalten. Dr. Montassar Benmrad wurde einstimmig für eine zweite Amtszeit als Präsident gewählt.

Die Dachverbände brachten an der GV zum Ausdruck, dass die positive Entwicklung und die engagierte Arbeit des Vorstandes während der letzten 4 Jahre sehr geschätzt wird. Zudem wurde die Notwendigkeit betont, das Engagement für die Gesellschaft kontinuierlich weiterzuführen. Sowohl ein verstärkter Dialog mit den Behörden und der Zivilgesellschaft, als auch mit anderen Religionsgemeinschaften helfen den Frieden weiter zu fördern. Dabei ist ein stetes Engagement gegen Diskriminierung und Antisemitismus unerlässlich. Auch Aktionen gegen Radikalisierung und Extremismus müssen weiterhin gefördert werden.

Der wiedergewählte Präsident hat im Anschluss eine neue Vorstandsliste mit mehr Frauen zur Abstimmung gebracht. Dieser Vorschlag wurde von den Dachverbänden einstimmig unterstützt und der neue Vorstand wurde eingesetzt. Zudem hat sich jeder Dachverband bereit erklärt, die erfolgreiche Arbeit der FIDS und seines Vorstandes durch mehr Unterstützung noch stärker zu voranzubringen.

Wir haben uns gefreut, dass wir dieses Jahr den Präsidenten des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds SIG, Herrn Dr. Herbert Winter als Gast empfangen durften. Seine aufrichtige Rede zu den muslimischen Delegierten und die anschliessend aufklärenden Antworten in der Fragerunde haben viel Positives zum bereits guten und gegenseitigen Dialog beigetragen.

FIDS Media Team

Generationengespräch: „Fremde“ im „eigenen“ Land

Viele Menschen galten und gelten in der Schweiz immer noch als «Fremde». Sie werden wegen Herkunft, Pass, Aufenthaltsstatus oder ihrem Migrationsvordergrund nicht als gleichwertige Mitglieder der Gesellschaft anerkannt. Viele von ihnen sind vor längerem hergekommen, andere erst vor kurzem, viele sind hier aufgewachsen und geboren, andere werden noch kommen und hier geboren.

Sie alle leben, arbeiten und lieben hier. Für sie ist die Unterscheidung zwischen «SchweizerInnen» und den «AusländerInnen» weit entfernt von ihrer Lebensrealität, zugleich erleben sie diese Unterscheidung tagtäglich: Was bedeutet für sie, «Fremde» im «eigenen» Land zu sein? Und wie gehen sie damit um? Wie kann eine demokratische Einwanderungsgesellschaft aussehen und Rassismus überwunden werden? Wie kann die vielschichtige Migrationsrealität anerkannt werden, ohne die Augen vor den Herausforderungen zu verschliessen?

Diesen Fragen möchten die InitiantInnen am «Generationengespräch aus dem Ostschweizer Migrationsuntergrund» am Sonntag, 17. März 2019 in der geschichtsträchtigen Feldmühle in Rorschach nachgehen. Im Generationengespräch kommen Menschen aus Einwandererfamilien und mit Migrationsvordergrund aus drei Generationen mit unterschiedlicher Biografie und mit der Gemeinsamkeit, als «Ausländerin» im «eigenen» Land zu gelten, miteinander ins Gespräch. Dieser generationenübergreifende Dialog bringt viel Wissen zusammen, das uns erlaubt, neu und anders über die Schweiz, die Ostschweiz, die neue Ostschweiz nachzudenken.