Neuer Blindgänger in der Bibliothek? Ein Sachbuch auf Irrwegen

In einem kürzlich prominent auf vielen Kanälen beworbenen Taschenbuch über islamische Verbände in der Schweiz und Europa kritisiert uns die Autorin Saida Keller Messahli auf eine höchst innovativ-spekulative Art und Weise. Die FIDS, deren Verbände und weitere verdiente Organisationen werden mittels subtiler Wortwahl, weitläufig konstruierten Kausalitäten sowie negativem Assoziieren in die Nähe von radikalem und antidemokratischem Gedankengut gerückt.

Wir weisen dieses qualitativ unzureichende Sammelsurium von bereits widerlegten Presseberichten, falschen Nachrichten sowie Quellen von “unbekannten Autoren“ und die darin enthaltenen Unterstellungen entschieden zurück. Das Buch erlaubt es dem Leser nicht, sich ein klares Bild des islamischen Verbands- und Vereinslebens in der Schweiz zu machen, sondern es leitet im Gegenteil auf Irrwege. Kommt dazu, dass Berichte über dieses Buch scheinbar ohne Hinterfragen publiziert werden. In vielen Fällen liegen uns die Gegenbeweise in schriftlicher Form vor.

Die FIDS und deren Verbände setzen sich seit ihrer Gründung für ein friedliches Zusammenleben ein und verpflichten sich ganz klar unseren demokratischen Prinzipien und unserem Schweizer Rechtsstaat. Dies manifestiert sich klar in unseren Grundsatzdokumenten, in unseren Aussagen sowie in unseren Aktivitäten und Kooperationen mit Behörden auf allen Ebenen.

Wir sind nicht nur offen für Kritik, sondern auch für diese dankbar, da wir uns ständig verbessern wollen. Eine solche Kritik sollte aber sachlich und nicht spekulativ sein.

Deshalb möchten wir unsere Einschätzung sachlich und konstruktiv anbringen und bitten die Autorin,  die Aussagen durch Fakten zu belegen, indem Nachweise für die von ihr denunzierten muslimischen Verbände, Moscheen und Personen offengelegt werden. Damit können und möchten wir der Sache gemeinsam und transparent auf den Grund gehen und dort, wo faktisch Fehler gemacht wurden,  diese korrigieren oder bestehenden Gefahren entschlossen entgegenwirken.

Alles andere betrachten wir als stigmatisierende Diffamierung einer religiösen Minderheit der Schweiz und der Reputation der Autorin nicht dienlich. Zudem laden wir alle interessierten Personen gerne für ein Gespräch zu obigen Punkten ein, unsere Türen stehen weit offen.