Mitteilung der FIDS bezüglich des Beginns vom Monat Ramadan 2018/ Lettre de la FOIS concernant le début du mois de Ramadan pour 2018

Es liegt der FIDS am Herzen, die Muslime in der Schweiz daran zu erinnern, wie wichtig die Einheit ist. Von diesem Gedanken aus hat die FIDS ununterbrochen auf das Projekt «United Ramadan» hingearbeitet, um die Daten von Anfang und Ende Ramadan sowie die Daten für die muslimischen Feste zu vereinheitlichen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde die EKO Ethische Kommission der FIDS beauftragt, dieses Projekt zu führen. In diesem Zusammenhang haben der Präsident der FIDS und die Kommissionsmitglieder durch verschiedene Reisen die Verantwortlichen für die Kalendervorbereitung in der Türkei sowie Verantwortliche für die muslimische Gemeinschaft in Mazedonien, Kosovo und Bosnien-Herzegowina getroffen, um die wissenschaftliche Grundlage, Modalitäten und Vereinigungsmöglichkeiten zu besprechen.

Um dieses Thema ausführlich zu diskutieren und sämtliche Meinungen in der muslimischen Gemeinschaft in der Schweiz zu sammeln, hat die EKO daraufhin im Februar 2018 eine Tagung in Zürich mit Imamen der muslimischen Organisationen in der Schweiz veranstaltet. Ein Experte in religiösen Fragen am Direktorat für religiöse Angelegenheiten in der Türkei und ein Mitglied des europäischen Rates für Fatwa und Forschung sind zu diesem Anlass eingeladen worden, um jeweils die eigenen Analysen und Studien zum Thema «Beginn und Ende von Ramadan» vorzustellen. Im gleichen Zusammenhang hat die FIDS im April 2018 ein Zusammentreffen mit Imamen arabischen Ursprungs in Zürich organisiert, um dieses Thema zu diskutieren.

Die FIDS bedankt sich bei allen Personen, die an diesen Anstrengungen teilgenommen haben und schätzt die Bereitschaft sowie alle Leistungen und Ideen, die entstanden sind. Die FIDS ist der Meinung:

  1. Dass man dieses Thema nicht mehr jedes Jahr neu besprechen soll, da alle Fakten, Ansichten und Lösungen bereits bei zahlreichen Konferenzen und Tagungen geäussert worden sind.
  2. Dass es beim Beginn und Ende des Ramadan zwischen den Muslimen in Europa und speziell im gleichen Land keine Unterschiede mehr geben soll.
  3. Die FIDS ist sich dem Vorhandensein verschiedener Meinungen und Standpunkten bewusst, sowie von der Schwierigkeit, sie alle zu vereinen, ruft aber dazu auf diese zu respektieren und keinesfalls zu missbrauchen, um noch mehr Differenzen zwischen den Muslimen zu entfachen.
  4. Obwohl in diesem Jahr 2018 die Einigung über den Beginn von Ramadan noch nicht formell erfolgen wird (wegen Zeitmangel, um die Beratungen zu erweitern und die Standpunkte in die gleiche Richtung zu steuern), versichert die FIDS ihren Willen, dieses Projekt weiterzuführen und appelliert an alle, die konstruktiv mithelfen möchten, es wissenschaftlich, organisatorisch sowie moralisch zu unterstützen, damit das gewünschte Ergebnis am Ende dieses Jahres erreicht wird.
  5. Die FIDS wird euch über die Entwicklung des Projekts auf dem Laufenden.

 

Mit besten Wünschen für den gesegneten Monat Ramadan.

 

Dr. Montassar BenMrad, Präsident

Dr. Bashkim Aliu, EKO Ethische Kommission

                                                                                                 

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La FOIS se permet de rappeler aux musulmans en Suisse, l’importance de l’unité. A partir de cette injonction, nous avons œuvré de manière continue sur le projet « Unis pour Ramadan » afin de s’accorder sur les débuts et fins de Ramadan ainsi que sur les dates des fêtes musulmanes. La commission éthique de la FOIS a été mandatée à développer ce projet afin de cheminer vers ce but. Le président de la FOIS et des membres de cette commission ont effectué plusieurs voyages et ont rencontré des experts et des responsables des calendriers religieux. Ils ont ainsi visité des responsables en Turquie, en Macédoine, au Kosovo et en Bosnie-Herzégovine afin de discuter les bases scientifiques, les modalités et les possibilités d’unification.

La commission éthique de la FOIS a organisé une journée de réflexion à Zürich à la fin du mois de Février 2018 avec des imams des organisations musulmanes en Suisse afin de discuter de ce sujet et de comprendre les différentes opinions dans la communauté musulmane en Suisse. Un expert spécialiste des questions religieuses à la direction des affaires religieuses en Turquie et un membre du conseil Européen de Fatwa et Recherches, ont été invité pour présenter leurs analyses et études sur le sujet. Dans ce même cadre, la FOIS a organisé une rencontre en Suisse Alémanique avec un groupe d’imams d’origine arabe pour discuter du sujet à Zürich en Avril 2018.

La FOIS remercie toutes les personnes qui ont été impliqués dans cet effort et apprécie toutes les bonnes volontés, les travaux et les idées qui ont été produits.

La FOIS considère:

  1. Qu’il n’est plus convenable de reprendre et de débattre de ce sujet année après année, alors que les tenants et aboutissants, et les différentes positions et solutions ont été répétés dans un grand nombre de conférences, de colloques et de réunions.
  2. Qu’il n’est plus acceptable d’avoir des différences dans la définition du début et de la fin de Ramadan entre les musulmans en Europe généralement et plus précisément dans un même pays.
  3. La FOIS, tout en reconnaissant l’existence d’opinions et de positions différentes et la difficulté de les unir toutes, appelle à les respecter et rappelle l’importance de ne pas les utiliser afin d’attiser les différends entre les musulmans.
  4. Bien que l’unification du début de Ramadan ne pourra encore se faire de manière formelle cette année 2018 (par manque de temps pour élargir les consultations et faire converger les positions), la FOIS assure sa volonté de continuer ce projet, et fait appel à toutes les bonnes volontés pour le soutenir scientifiquement, administrativement et moralement, pour arriver au résultat escompté à la fin de cette année.
  5. La FOIS vous tiendra informé des développements du projet.

 

Avec nos cordiales salutations pour un mois de Ramadan béni.

 

Dr. Montassar BenMrad, Präsident

Dr. Bashkim Aliu, EKO Ethische Kommission

 

 

 

 

Muslimische Spital- und Notfallseelsorge: Angebotslücke schliessen

„Die Nachfrage nach christlicher Seelsorge im Kanton Zürich ist ungebrochen hoch. Genauso ist es bei Musliminnen und Muslimen. Für die gegen 100’000 im Kanton lebenden Einwohnerinnen und Einwohner muslimischen Glaubens ist der Zugang zu Notfall- oder Spitalseelsorge bis anhin nicht geregelt. Diese Lücke wird nun geschlossen. Zusammen mit der Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich (VIOZ) und mit Unterstützung der reformierten und katholischen Kirche hat der Kanton eine Trägerschaft gegründet, die die muslimische Seelsorge bereitstellt.“

Lesen Sie die ganze Medienmitteilung inkl. Aufzeichnung der Medienkonferenz auf www.zh.ch, vom 22. Feb. 2018

Medienmitteilung der VIOZ: Arm wie eine Moscheemaus aber nicht unbeteiligt

Richtigstellung unwahrer Behauptungen über die Mitfinanzierung des ZIID durch die muslimische Gemeinschaft

Am 31.01.2018 kürzte der Gemeinderat den Beitrag der Stadt Zürich zum ZIID von den geplanten CHF 140’000 auf CHF 100’000 und beschränkte diesen bis 2020.

Im Zuge dieser Debatte wurde unter anderem von Seiten der mitte-rechts-Parteien (CVP, FDP und SVP) als eines der Hauptargumente angeführt, dass die muslimischen Glaubensgemeinschaften keinen finanziellen Beitrag an das ZIID leisten würden.

Dies ist falsch.

Kirchliche Gelder, die für nicht-kultische Zwecke verwendet werden, werden anteilsmässig auch durch die muslimische Bevölkerung im Kanton Zürich durch Unternehmenskirchensteuern sowie durch die allgemeinpflichtigen Einkommens- und Vermögenssteuern (kantonalen Jahreszuschüsse aus allgemeinen Steuereinnahmen an die öffentlich-rechtlich anerkannten Kirchen bzw. Gemeinschaften) mitgetragen. Die Privilegierung der Kirchen diese Gelder zu verwalten ist durch deren öffentlich-rechtliche Stellung gegeben.

Diese Mittel werden also von der Gesamtgesellschaft geleistet, eingeschlossen der muslimischen Bevölkerung im Kanton Zürich, bzw. der muslimischen Glaubensgemeinschaften.

Darüber hinaus beteiligt sich die Vereinigung der islamischen Organisationen in Zürich (VIOZ) seit vielen Jahren jährlich mit 8% ihres Gesamtbudgets als Mitglied am ZIID. Ebenso sind VIOZ- VertreterInnen ehrenamtlich z. B. in Vorstandsfunktionen beim ZIID tätig, neben ihren Engagements in weiteren interreligiösen Institutionen, wie der Interreligiösen Arbeitsgemeinschaft Schweiz (IRAS), dem Interreligiösen Runden Tisch (IRT) und dem Zürcher Forum der Religionen (ZFR).

Eine freie öffentlich-politische Debatte und das Streben nach einer verantwortungsvollen Fiskalpolitik sind sehr wichtige und positive Anliegen in unserem liberalen, direktdemokratischen Rechtsstaat. Jedoch wäre es wünschenswert, wenn man diese Debatte, eben unseren demokratischen Idealen zuliebe, auf dem Boden der Tatsachen führen und sich dabei nicht unwahrer ‘Argumente’ bedienen würde.

In diesem Sinne bekräftigt die VIOZ weiterhin ihre klare Haltung für den interreligiösen Dialog, als einem der wichtigsten Elemente im friedlichen Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Die VIOZ wird daher auch in Zukunft, so gut es mit den sehr beschränkten Mitteln einer nicht- anerkannten Glaubensgemeinschaft geht, das ZIID und seine äusserst wichtige Arbeit im
interreligiösen Dialog unterstützen.

 

Quelle: VIOZ Webseite

Weitere Informationen des Gemeinderats der Stadt Zürich: «Finanzdepartement, Stiftung ZIID Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, jährlich wiederkehrender Betriebsbeitrag für die Jahre 2018–2021» (GR Nummer2017/383)

 

FIDS Stellungnahme zur „No Billag Initiative“

Konstruktive und vertiefte Wissensvermittlung in Religionsfragen, fernab vom politischen Tagesgeschäft, gibt es in den Schweizer Medien fast ausschliesslich im öffentlich-rechtlichen Angebot. Wir betrachten dieses Angebot als grundlegend wichtig für das gegenseitige Verständnis und die Vertiefung des religiösen Friedens in unserem Land.

In einer Phase von wirtschaftlichen Umbrüchen und ganz neuen Dynamiken in der Medienlandschaft kämen die Stimmen der sprachlichen und religiösen Minderheiten höchstwahrscheinlich zu kurz. Deren Schutz kann viel eher über ein öffentlich-rechtliches Angebot mit entsprechendem Auftrag gewährleistet werden. 

Im Wissen, dass sich die Stärke des Volkes am Wohl der Schwachen misst, sind wir der Überzeugung, dass die Aufrechterhaltung eines starken Service Public im Wohle der Schweiz und ihrer Bevölkerung ist. Folglich empfiehlt die FIDS die „No Billag-Initiative“ abzulehnen.

FIDS Media

Neu bei FIDS: Anlauf- & Rechtsberatungsstelle für Opfer islamfeindlicher Diskriminierung

Seit Januar dieses Jahres hat die FIDS eine neue Meldestelle eingerichtet, die sich vor allem mit Fragen der Muslim- sowie Islamfeindlichkeit befasst.

Diskriminierung ist jede Differenzierung und Ungleichbehandlung einer Person oder Gruppe von Personen aufgrund von persönlichen Merkmalen (äussere Erscheinung, Herkunft oder Religion), die sie von anderen unterscheiden.

Wenn Sie einen Fall von Diskriminierung erlebt oder beobachtet haben, bieten wir Ihnen die Möglichkeit unser Meldeformular im Reiter Anlaufstelle auszufüllen. Unsere Fachperson wird anschliessend mit Ihnen Kontakt aufnehmen.

 

 

Waadtländer Muslime sagen Nein zur «No Billag»

„Die Waadtländer Vereinigung der Muslime (UVAM) sagt Nein zu «No Billag». Mit einer Annahme der Volksinitiative, über die am 4. März abgestimmt wird, bangen die Muslime um den sozialen Zusammenhalt und religiösen Frieden in der Schweiz.“

„Beratung im Gang

Im Gegensatz zu den Waadtländern nehmen andere Schweizer Muslime vorerst keine Stellung zur «No Billag»-Initiative. Bei der Föderation islamischer Dachorganisationen Schweiz (Fids) sind aber Beratungen im Gange, ob und welche Meinung zum Thema an die Öffentlichkeit getragen werden soll, wie es auf Anfrage von kath.ch hiess.“

Lesen Sie den ganzen Artikel auf kath.ch vom 12. Jan. 2018