Pressemitteilung zu den terroristischen Attentaten in Paris

«Wer einen Menschen tötet, dann ist es als hätte er die ganze Menschheit getötet. Und wer einem Menschen das Leben rettet, dann ist es, als hätte er die ganze Menschheit gerettet.» 

Koran 5, Vers 32

 (Download PDF Pressemitteilung Deutsch und Französisch)

Winterthur, 14.11.2015

Mit tiefer Trauer haben wir von den terroristischen Attentaten in Paris erfahren, welche Frankreich und unsere europäische Gesellschaft erschüttert haben. Die FIDS verurteilt aufs Schärfste diese abscheulichen und feigen terroristischen Attacken und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Unser aufrichtiges Beileid geht an die Familienangehörigen der unschuldigen Opfer und deren Nahestehenden. Den Verletzten drücken wir unser tiefstes Mitgefühl aus.

Aufgrund dieser Ereignisse nehmen die Angst und der Zorn leider zu. Wir wollen den erarbeiteten und wertvollen sozialen und religiösen Frieden in der Schweiz weiter fördern. Wir müssen den Dialog mit allen verstärken, um die kollektive Sicherheit sicher zu stellen. Umso mehr muss unsere Gesellschaft zusammenstehen, um gegen dieses terroristische Unwesen vorzugehen, egal ob deren Ziele politisch sind oder fälschlicherweise im Namen einer Religion.

Die FIDS und die Dachverbände die sie unterstützen, werden in Zusammenarbeit mit unseren politischen und religiösen Partnern ihre Bemühungen für das gemeinsame Zusammenleben sowie den sozialen und religiösen Frieden weiter verstärken.
(Unterzeichnende Organisationen auf der nachfolgenden Seite).

Medienkontakt:
Deutsch: Önder Günes, 079 223 3345
Französisch: Pascal Gemperli, 078 892 8582

Liechtenstein Islamic Finance Conference am 28.10.2014

Islamic Finance steht für einen auf moralisch-ethischen Grundsätzen fundierten Ansatz in der Finanzwelt. So wird bewusst auf Investitionen in moralisch-ethisch anstössigen Bereichen oder das Zinsgeschäft verzichtet. Dieser Ansatz erfährt zusehends auch Zuspruch von Seiten nicht-muslimischer Kunden, die sich mit den Prinzipien des Islamic Finance-Ansatzes unter der Prämisse der sustainable investments identifizieren können. So können Islamic Finance-Anlagen auch Nachhaltigkeitskriterien genügen, die von institutionellen Investoren zunehmend nachgefragt werden.

Mehr Informationen unter: http://www.uni.li/islamicfinance

Am 31. Oktober 2014 organisiert das Institut für Religionsrecht eine Tagung zum Thema der staatlichen Anerkennung von Religionsgemeinschaften

Verschiedene Kantone haben in den letzten Jahren ihr Verfassungsrecht revidiert und die Institution der öffentlich-rechtlichen und öffentlichen Anerkennung im Hinblick auf neue Religionsgemeinschaften geöffnet. Dies hat mancherorts zu Anerkennungsgesuchen von Religionsgemeinschaften geführt. Im Kanton Basel-Stadt wurden unlängst mit der Christengemeinde, der Neu-Apostolischen Kirche und den Aleviten neben den bisherigen drei weitere Religionsgemeinschaften öffentlich anerkannt. Wie sieht es jedoch aus mit der Anerkennung anderer Religionsgemeinschaften? Besteht der politische Wille sie anzuerkennen – namentlich wenn es um den Islam geht – und welche organisatorischen Probleme stellen sich?

Weitere Informationen unter: http://www.unifr.ch/ius/religionsrecht_de/veranstaltungen/aktuell-tagung