Pressemitteilung

Islamische Nationalverbände FIDS/KIOS

Die islamischen Nationalverbände der Schweiz FIDS/KIOS haben mit grossem Bedauern von den schrecklichen Ereignissen in Paris Kenntnis genommen. Wir sind zutiefst betroffen davon, dass ein Massenmord im Namen des Islams begangen wurde. Der Islam verurteilt jeglichen Mord und der Koran sagt unmissverständlich hierzu: „Wer einen Menschen tötet, handelt als er hätte er die Menschheit getötet.”

Die islamischen Vereinigungen der Schweiz und ihre Kantonalverbände verurteilen vehement den Terroranschlag auf die Meinungsfreiheit. Wir entbieten den Hinterbliebenen und Familien der Opfer unser aufrichtiges Beileid.

Die Pressefreiheit und die Freiheit der Meinungsäusserung sind wesentlich für das friedliche Zusammenleben der Gesellschaft. Die Freiheit der Medien ist eine wichtige kulturelle Errungenschaft, für die wir Muslime uns entschieden einsetzen.

Heute Abend findet am Bürkiplatz in Zürich eine Demonstration der Journalisten statt. Wir laden die Muslime ein an der Veranstaltung teilzunehmen als Ausdruck der hohen Wertschätzung der islamischen Glaubensgemeinschaft für die Freiheit der Medien und der Demokratie in der Schweiz.

Wir bitten alle Imame der Schweiz in den Moscheen für die Opfer und den Trost der Trauerfamilien zu beten.

Islamische Nationalverbände der Schweiz

Hisham Maizar
Präsident FIDS
Föderation Islamischer
Dachverbände der Schweiz

Farhad Afshar
Koordination islamischer
Organisationen Schweiz

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Liechtenstein Islamic Finance Conference am 28.10.2014

Islamic Finance steht für einen auf moralisch-ethischen Grundsätzen fundierten Ansatz in der Finanzwelt. So wird bewusst auf Investitionen in moralisch-ethisch anstössigen Bereichen oder das Zinsgeschäft verzichtet. Dieser Ansatz erfährt zusehends auch Zuspruch von Seiten nicht-muslimischer Kunden, die sich mit den Prinzipien des Islamic Finance-Ansatzes unter der Prämisse der sustainable investments identifizieren können. So können Islamic Finance-Anlagen auch Nachhaltigkeitskriterien genügen, die von institutionellen Investoren zunehmend nachgefragt werden.

Mehr Informationen unter: http://www.uni.li/islamicfinance

Am 31. Oktober 2014 organisiert das Institut für Religionsrecht eine Tagung zum Thema der staatlichen Anerkennung von Religionsgemeinschaften

Verschiedene Kantone haben in den letzten Jahren ihr Verfassungsrecht revidiert und die Institution der öffentlich-rechtlichen und öffentlichen Anerkennung im Hinblick auf neue Religionsgemeinschaften geöffnet. Dies hat mancherorts zu Anerkennungsgesuchen von Religionsgemeinschaften geführt. Im Kanton Basel-Stadt wurden unlängst mit der Christengemeinde, der Neu-Apostolischen Kirche und den Aleviten neben den bisherigen drei weitere Religionsgemeinschaften öffentlich anerkannt. Wie sieht es jedoch aus mit der Anerkennung anderer Religionsgemeinschaften? Besteht der politische Wille sie anzuerkennen – namentlich wenn es um den Islam geht – und welche organisatorischen Probleme stellen sich?

Weitere Informationen unter: http://www.unifr.ch/ius/religionsrecht_de/veranstaltungen/aktuell-tagung