Religionen sind eine Verpflichtung für den Frieden

Der Schweizerische Rat der Religionen (SCR) verurteilt die mörderischen Attentate im Namen der Religion und ruft zu Solidarität für den Frieden und gegen Terror und Gewalt auf.

In letzterer Zeit häuften sich die Schreckensmeldungen über Terroranschläge und bestialische Gewaltanwendung. Nach den Attentaten auf die Redaktion von Charlie Hebdo und den jüdischen Supermarkt in Paris haben allein drei Attentate innerhalb der letzten Woche die zivile Welt erschüttert: So die Erschiessung von drei jungen islamischen Studierenden in North Carolina/USA, der Anschlag auf ein Kulturzentrum und eine Synagoge in Kopenhagen und die Enthauptung von 21 Kopten in Libyen durch die IS-Miliz.

Die drei Attentate zeigen deutlich, dass die feigen Taten entweder im Namen einer Religion oder gegen eine Religion begangen wurden.

Der Schweizerische Rat der Religionen ist über die rapide Zunahme von Terror und Gewalt äusserst besorgt und verurteilt diese Gewaltverbrechen aufs Schärfste. Er spricht den Angehörigen aller Opfer sein tiefes Beileid aus. Der SCR stellt aber zugleich fest, dass Distanzierung und Verurteilung von diesen schrecklichen Gewalttaten allein in keiner Art und Weise genügen. Der SCR hat sich seit seiner Gründung für den Frieden und gegen Gewalt engagiert. In demokratischen Gesellschaften sollen Menschen Werte und ethische Normen leben können ohne Angst vor Terror und Gewalt. An den Ratssitzungen werden diese Themen intensiv besprochen und ergiebig diskutiert.

Wir rufen die Gläubigen aller Religionen und alle zivilisierten Menschen auf zu vermehrter Solidarität, friedlicher Koexistenz und differenzierter Betrachtung der Religionen und Weltanschauungen.

 

Dr. Hisham Maizar

Vorsitzender SCR