FIDS Stellungnahme 15.03.2019: Gemeinsam gegen Extremisten – Terror kennt keine Religion / FOIS – Prise de position du 15.03.2019 Ensemble contre l’extrémisme – La terreur ne reconnaît aucune religion

Der hinterhältige Angriff von rechtsextremen Terroristen auf betende Muslime in 2 Moscheen in Christchurch, Neuseeland erschüttert uns alle zutiefst. Grausame Verbrechen dieser Art stürzen ganze Familien und Gemeinschaften in ausweglose und hochtragische Situationen.  Wir beten für die Opfer und wünschen deren Hinterbliebenen viel Kraft und Ausdauer in dieser schwierigen Zeit.  Die tief empfundene Trauer ist immer die Gleiche, gleich welcher Religion, Rasse oder Kultur die Opfer angehören. 

Muslime in der Schweiz sind von diesem Angriff schockiert. Regelmässige Polemiken gegen Minderheiten gefährden den sozialen und religiösen Frieden.

Wir rufen alle Menschen dazu auf, sich gegenseitig als Mensch zu respektieren und mit Würde zu behandeln. Extremismus kann nur gemeinsam und in stetigem Dialog bekämpft werden. Alles andere führt zu noch mehr Hass und noch mehr tief traurigen Familienschicksalen.

Wir schätzen die Botschaften der Nationalratspräsidentin, des Ständeratspräsidenten, des Präsidenten des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds und allen anderen Vertretern  der Gesellschaft,  die sich gegenüber der FIDS  klar zum Vorfall geäussert haben.

FIDS-Media

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FOIS – Prise de position du 15.03.2019

Ensemble contre l’extrémisme – La terreur ne reconnaît aucune religion

L’attaque perfide de terroristes d’extrême-droite contre des musulmans en prière dans deux mosquées à Christchurch en Nouvelle-Zélande nous secoue tous profondément. Un crime horrible de cette nature plonge des familles et des communautés dans des situations tragiques. Nous prions pour les victimes et souhaitons aux survivants beaucoup de force et de courage dans ces moments difficiles. La tristesse ressentie au plus profond de nous-même est toujours la même, quelles que soit la religion, la race ou la culture auxquelles appartiennent les victimes.

Des musulmans de Suisse sont choqués par cette agression meurtrière. Les polémiques périodiques contre des minorités particulières compromettent la paix sociale et religieuse. Nous appelons à un respect mutuel entre les différents individus de la société. L’extrémisme ne peut être combattu qu’ensemble et avec un dialogue constant. Les polémiques partisanes ne conduisent qu’à plus de division et de haine, et parfois à des destins tragiques.

Nous sommes reconnaissants pour les messages contre la haine et la violence envers les religions, qui ont été communiqués par la présidente du Conseil national, par le président du Conseil des Etats, par le président de la communauté israélite de Suisse et les autres représentants de la société qui se sont clairement exprimés à l’occasion de cet événement tragique.

FOIS-media

Stadträtin geht wegen Kopftuch nicht an Sitzung

„In Genf ist Beamten und Politikern das Tragen religiöser Symbole neu verboten. Darum nahm Sabine Tiguemounine nicht an einer Sitzung teil. Die 48-Jährige sagt: «Ich respektiere die demokratischen Regeln, aber ich glaube, dass dieser Artikel des Gesetzes gegen das höhere Recht verstösst.»“

 

Lesen Sie den Beitrag dazu auf 20min.ch, vom 13. März 2019

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Neuigkeiten von der letzten FIDS Generalversammlung am 03. März 2019

Die jährliche Generalversammlung der FIDS wurde am 03. März 2019 unter Teilnahme der Delegierten der angeschlossenen Dachverbände in Olten abgehalten. Dr. Montassar Benmrad wurde einstimmig für eine zweite Amtszeit als Präsident gewählt.

Die Dachverbände brachten an der GV zum Ausdruck, dass die positive Entwicklung und die engagierte Arbeit des Vorstandes während der letzten 4 Jahre sehr geschätzt wird. Zudem wurde die Notwendigkeit betont, das Engagement für die Gesellschaft kontinuierlich weiterzuführen. Sowohl ein verstärkter Dialog mit den Behörden und der Zivilgesellschaft, als auch mit anderen Religionsgemeinschaften helfen den Frieden weiter zu fördern. Dabei ist ein stetes Engagement gegen Diskriminierung und Antisemitismus unerlässlich. Auch Aktionen gegen Radikalisierung und Extremismus müssen weiterhin gefördert werden.

Der wiedergewählte Präsident hat im Anschluss eine neue Vorstandsliste mit mehr Frauen zur Abstimmung gebracht. Dieser Vorschlag wurde von den Dachverbänden einstimmig unterstützt und der neue Vorstand wurde eingesetzt. Zudem hat sich jeder Dachverband bereit erklärt, die erfolgreiche Arbeit der FIDS und seines Vorstandes durch mehr Unterstützung noch stärker zu voranzubringen.

Wir haben uns gefreut, dass wir dieses Jahr den Präsidenten des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds SIG, Herrn Dr. Herbert Winter als Gast empfangen durften. Seine aufrichtige Rede zu den muslimischen Delegierten und die anschliessend aufklärenden Antworten in der Fragerunde haben viel Positives zum bereits guten und gegenseitigen Dialog beigetragen.

FIDS Media Team